Ein mit Luftschlangen überhäufter Prinz, der anschließend auch noch zum Oberverkehrsmeister ernannt wurde, eine Nachwuchsband und einige alte Hasen des Eschweiler Karnevals — all dies bot die Fremdensitzung der KG Fidele Trammebülle. Im Haus Flatten führte Präsident Dieter Klöckner durch ein abwechslungsreiches Programm.

 

 

Nach Einmarsch der Fidele Trammebülle eröffneten gleich mehrere Eigengewächse der KG den Abend: Mariechen Mandy Rosarius, die neue Marketenderin Leonie Froitzheim und die große Garde wirbelten über die Bühne. Zwischendurch unterhielt der Regimentsspielzug unter Leitung von Wolfgang Krieger. Anschließend machte das Karnevalskomitee der Stadt Eschweiler den Fidele Trammebülle die Aufwartung.

 

 

 

Marketenderin Leonie Froitzheim

Komiteepräsident Norbert Weiland ehrte Christine Leistritz, Inge Winkler und Manfred Skropp für ihr langjähriges Engagement bei der KG mit dem 1. Klasse-Komitee-Orden. Danach zeichnete Trammebülle-Präsident Dieter Klöckner noch Wilfried Winkler für 33 Jahre und Christoph Klöckner für 11 Jahre Mitgliedschaft bei der KG Fidele Trammebülle aus.

Für zahlreiche Lacher sorgte der nächste Programmpunkt: Als „Penner von nebenan“ erzählte Jonas Wintz, neuer Präsident der Kolpingsfamilie Böse Buben, unter anderem von seiner eigenen Koalition: FeKö — Fernet Branca und Kölsch. Das habe aber nicht so gut geklappt, er sei deswegen etwas „zerknittert“.

Musikalisch wurde es dann erneut mit dem Auftritt der Eschweiler Nachwuchsband „Bohei“. Unterstützt von einem eigenen Fanclub heizten die fünf jungen Musiker dem Publikum mit bekannten Hits wie „Et jit keen Wood“, „Alle Jläser huh“ und „Nie mehr Fastelovend“ ein. Im Gepäck hatten sie aber auch ihr eigenes Lied „Süchtig noh Kölsch“ sowie die neue Querbeat-Hymne „Guten Morgen Barbarossaplatz“.

Die Tanzmarie Jasmin Karska der 1. Falkenfelder Karnevalsgesellschaft aus Lübeck sowie die Showtanzgruppe „Da Jolie“ der KG Adler Werth aus Stolberg-Werth begeisterten als besondere Gäste mit ihren Tanzeinlagen die Gäste der Fidele Trammebülle. „Deä Müllmann“ alias Frank Bühler hielt eine Büttenrede der ungewöhnlichen Art: Hinter seiner Mülltonne erzählte er unter anderem davon, dass er elf Semester Müllologie studiert habe und es bald neben der schwarzen, grünen, gelben und braunen Tonne noch eine weiße geben würde: „Für Schnee, die wird dann einmal im Jahr im Juli geleert — als Löschwasser für die Feuerwehr“.

Nachdem die Lachtränen getrocknet waren, füllte sich die Bühne erneut, denn die Band „Brass on Spass“ schaute mit über 25 Musikern vorbei. Unter Leitung von Rouven Berndt präsentierte das Eschweiler Urgestein ein Kölsch- und ein Rock-Medley. Mit „Bye bye my love“ und „I will survive“ verabschiedete sich Brass on Spass nach einer halben Stunde Unterhaltung — gerade rechtzeitig für das Highlight einer jeden Sitzung: den Besuch des Narrenherrschers selbst.

Prinz Patrick I. und sein Zeremonienmeister Michael hatten zunächst ein wenig Mühe, es bis zur Bühne in der Delio-Arena zu schaffen. Der Grund: Unterwegs wurde Prinz Patrick über und über mit Luftschlangen behangen. Mit einer Hand an seinem Zerem gelangte er aber hoch zu Präsident Dieter Klöckner und seinem Elferrat. Das Karnevalskomitee half dem Prinz dann spontan, sich aus den Luftschlangen zu befreien. So konnte er dann auch seine Prinzenlieder zum Besten geben.

Anschließend gab es neben dem Sessionsorden der KG Fidele Trammebülle auch noch eine Überraschung: Traditionsgemäß wurde auch das diesjährige Prinzengespann von Präsident Dieter Klöckner zum Oberverkehrsmeister und Verkehrsmeister der ASEAG ernannt und entsprechend mit schwarzen Schirmmützen ausgestattet. Anschließend betrat eine wunderbare Farbenpracht in Form der Tanzmariechen und Tanzpaare des Eschweiler Karnevalskomitees die Bühne. Diese zeigten mit ihrem Tanz eindrucksvoll, dass Karneval verbindet. Zu fortgeschrittener Stunde stattete die KG Prinzengilde Bergrath der Fidele Trammebülle als Gastgesellschaft einen Besuch ab.

Den Schlusspunkt unter eine gelungene Fremdensitzung setzte dann das Trompetenkorps der KG Eefelkank Hastenrath.

(zsa)
Quelle Aachener Nachrichten

 

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